St. Pantaleon


Sie stehen vor der Kirche St. Pantaleon, eine der zwölf romanischen Kirchen Kölns. Im Jahr 955 gründete Erzbischof Brun von Köln hier ein Benediktinerkloster, das bis 1802 bestand. Noch im 10. Jahrhundert wurde die Kirche gebaut, wohl unter maßgeblicher Beteiligung von Kaiserin Theophanu, der Ehefrau Ottos II. Sie war eine byzantinische Prinzessin, was die Verehrung des griechischen Heiligen Pantaleon ausgerechnet in Köln erklärt. Theophanus Sarg steht noch heute hier. Besonders hinzuweisen ist auf das Westwerk (also die nach Westen gerichtete Fassade), das zu den wichtigsten Kirchenbaudenkmälern des 10. Jahrhunderts in Deutschland zählt.

In der Antike hatte an dieser Stelle eine römische Villa gestanden, also ein Landsitz weit vor den Toren des damals noch viel kleineren Köln. Nach der Aufhebung des Klosters 1802 diente der Kirchenbau zunächst weltlichen Zwecken: Die französische Armee nutzte ihn als Pferdestall. Nach 1815 wurde auf dem Kirchturm ein optischer Telegraph installiert. Die preußische Garnison von Köln übernahm St. Pantaleon schließlich als ihr Gotteshaus. In den 1890er Jahren erfolgte eine Restaurierung im neoromanischen Stil durch das preußische Kriegsministerium.

Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg und dem Abzug der preußischen Truppen wurde St. Pantaleon 1922 wieder katholische Pfarrkirche.

Das Bild zeigt den optischen Telegraphen auf dem Kirchturm.

Köln, St. Pantaleon, Telegraphenstation

Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/31/K%C3%B6ln-St-Pantaleon-1832-Opt-Telegraphie.jpg/170px-K%C3%B6ln-St-Pantaleon-1832-Opt-Telegraphie.jpg

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