St. Martin in Zündorf


Sie stehen vor der Kirche St. Martin in Zündorf. Schon äußerlich erkennbar ist ihr hohes Alter. Die Ursprünge der Kirche liegen im Verborgenen, jedoch wurde ein Vorgängerbau bereits im Jahr 1009 der Abtei Deutz geschenkt. Im 12. Jahrhundert folgte ein Neubau im romanischen Stil, von dem noch der Turm übrig ist. Das Kirchenschiff wurde nach einem Brand Ende des 18. Jahrhunderts durch einen Neubau ersetzt, der allerdings auf alten Fundamenten steht und auch noch Teile des alten Mauerwerks nutzt.

Nachdem sie wegen des Neubaus von St. Maria Geburt 1895/97 nicht mehr als Pfarrkirche genutzt wurde, wurde sie zwischen 1919 und 1953 von den Cellitinnen in der Severinstraße genutzt. Nach 1953 diente die Kirche bis 2003 evangelischen Gottesdiensten, blieb aber für Katholiken an bestimmten Tagen geöffnet.

Mit dieser Urkunde von 1. März 1009 schenkt Erzbischof Heribert von Köln der Abtei Deutz die Kirche zu „Zudendorp“ – eine alte Schreibweise für Zündorf.

Köln-Zündorf, Schenkungsurkunde  von 1009

Quelle: Historisches Archiv der Stadt Köln, HAStK Best. 1 (Haupturkundenarchiv (HUA)), U 2/5

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