St. Andreas


Sie stehen vor St. Andreas, einer der zwölf romanischen Kirchen Kölns. In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts wurde hier ein Chorherrenstift gegründet, das eine im Jahr 974 geweihte Kirche erhielt. Zu sehen sind jetzt aber nur noch Reste des spätromanischen Neubaus aus dem 12. Jahrhundert sowie jüngere An- und Umbauten. 1802 wurde das Stift aufgehoben. Im 19. Jahrhundert folgte eine Neugestaltung der Kirche. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie vom Architekten Karl Band wieder aufgebaut und nach damaligem Geschmack modernisiert.

St. Andreas birgt heute zwei bedeutende Reliquienschätze, die im 19. Jahrhundert aus anderen Kirchen hierher gelangt sind: Die Gebeine des Albertus Magnus, Universalgelehrten des 13. Jahrhunderts, und die Reste der sieben heiligen Makkabäerbrüder und ihrer Mutter in einem vergoldeten Schrein aus dem 16. Jahrhundert.

Den Einband dieser Handschrift aus dem 13. Jahrhundert aus dem Historischen Archiv der Stadt Köln ziert eine eingeritzte Zeichnung eines Bischofs. Dieser wird als Albertus Magnus gedeutet, denn der Kodex enthält eine seiner Schriften.

Quelle: Historisches Archiv der Stadt Köln, HAStK Best. 7010 (Handschriften (Wallraf)), 259

Köln, St. Andreas, Handschrift 13. Jh

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