Petrusbrunnen


Sie stehen vor dem Petrusbrunnen. Hier ist die Schöpfung des Dombaumeisters Richard Voigtel und des Dombildhauers Peter Dominicus Fuchs zu sehen.

Der Petrusbrunnen gilt als der älteste Zierbrunnen Kölns und wurde 1870 errichtet. Wegen der anfangs fehlenden Wasserzufuhr heißt der Brunnen im Volksmund „Drüje Pitter“ (trockener Peter).

Der Bau des Brunnens fiel in die Zeit der Inbetriebnahme der Kölner Wasserwerke. Bereits 1863 hatte die Kölner Stadtverordnetenversammlung den Bau eines städtischen Wasserwerks beschlossen, das seit 1868 nach Plänen des Berliner Ingenieurs John Moore an der Alteburg entstand und am 27. Februar 1872 zusammen mit dem Wasserturm in der Färbergasse seinen Betrieb aufnahm. Das Wasserwerk Alteburg lag 2,5 km südlich der Stadt unmittelbar am Rhein und versorgte nun die Innenstadt mit Trinkwasser. Es regelte somit die zentrale Wasserversorgung für Köln. Die Wasserentnahme wurde hier durch drei Tiefbrunnen sowie Schöpfpumpen gewährleistet und das Wasser wurde mittels Standrohr direkt in die Stadt gepumpt. In den Jahren 1885 und 1901 folgten die Pumpwerke Severin I und II am Zugweg. 1905 wurde das Wasserwerk Hochkirchen fertiggestellt. Das Werk Alteburg legte die Stadt 1906 still. Weitere Wasserwerke entstanden 1926-1931. Akten zu der Inbetriebnahme und der Beaufsichtigung der Wasserwerke wie die folgende befinden sich im Bestand 400 (Oberbürgermeister) des Historischen Archivs der Stadt Köln.

Petrusbrunnen, Akten der Wasserwerke, 1870 - 1873

Quelle: Historisches Archiv der Stadt Köln, HAStK Best. 400 (Oberbürgermeister) Nr. A 6566 Wasserwerke

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