Kölner Dom – das Südportal


Sie stehen hier vor der beeindruckenden Südfassade des Kölner Doms. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Künstler Ewald Mataré mit der Neuschaffung des viertürigen Südportals des Kölner Doms beauftragt. Es war einer der bedeutendsten der zahlreichen kirchlichen Aufträge, die der vielseitige Künstler in dieser Zeit erhielt. Den ganz großen Wurf der Neugestaltung ließ das Domkapitel nicht zu, und so musste sich der Künstler mit dem Figurenschmuck der Portale des Südquerhauses arrangieren. Das von Zwirner entworfen, ganz der Neogotik angehört. Ihr stand Materé äußerst kritisch gegenüber. Eigentlich sollten sie bis zum 700sten Jubiläum der Grundsteinlegung der Kathedrale fertig sein, doch die Material- und Geldmangel der Nachkriegszeit führte dazu, dass die rechte Tür erst 1954 vollendet werden konnte.

Die vier jeweils zweiflügeligen Eingangstüren aus Bronze wirken ungeheuer leicht, verhalten in der Gestaltung. Sparsam wölben sich die Reliefs aus der glatten Oberfläche. Die linke, von Fischer fotografierte Tür zeigt unten rechts ein Relief der brennenden Stadt Köln. Inmitten des Flammenmeers und der Verwüstungen des Zweiten Weltkriegs weisen die Türme des Doms nach oben auf die unzerstörbare Stadt Gottes, auf das himmlische Jerusalem, als dessen Abbild sich das „heilige“ Köln im Mittelalter gesehen hat.

Auf dem linken Flügel der Pfingsttür kniet Noah, die Hände zum Dankgebet erhoben, mit der Weinrebe als Zeichen des Neubeginns nach der Sintflut. Am Himmel erscheint der Regenbogen, hier als goldenes Mosaik, aus dem der Geist Gottes als Taube hinabsteigt.

Mataré beteiligte des Öfteren die Meisterschüler seiner Bildhauerklasse an der Düsseldorfer Kunstakademie an der Ausführung seiner Werke. So wurde das Relief des brennenden Köln vom jungen Joseph Beuys umgesetzt, ebenso wie die Mosaikarbeiten der Türen. Ein Fragment seines Rasierspiegels arbeitete Beuys in das Wappen des Erzbischofs Kardinal Frings ein. Der Spiegel fiel bald raus und wurde durch einen einfachen Mosaikstein ersetzt. Als Beitrag zum 100jährigen Jubiläum der Fertigstellung des Doms zog Beuys Reproduktionen der Türen auf Fotoleinen auf und vermerkte mit dickem Schriftzug: „Mein Rasierspiegel fehlt“.

Klöner Dom, Südportal, Mataré 1954

Ewald Mataré ist mit einer Reihe von Werken der angewandten Kunst aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in der Kölner Innenstadt präsent: ganz in der Nähe, westlich des Domes, findet man den zierlichen Taubenbrunnen, die Eingangstüren des Gürzenich hat er gestaltet, die Nachschöpfung der Kollwitz-Statuen für das Mahnmal in St. Alban, an der wiederum Beuys beteiligt wurde. Die Türen des Dom-Südportals bleiben normalerweise verschlossen. Ein wunderschönes von Paul Nagel geschaffenes Gitter schützt sie, rückt sie jedoch auch unverdientermaßen aus der Aufmerksamkeit der Besucher.

Ewald Mataré ist – neben dem Südportal – mit einer Reihe von Werken der angewandten Kunst aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in der Kölner Innenstadt präsent: ganz in der Nähe, westlich des Domes, findet man den zierlichen Taubenbrunnen, die Eingangstüren des Gürzenich hat er gestaltet, die Nachschöpfung der Kollwitz-Statuen für das Mahnmal in St. Alban, an der wiederum Beuys beteiligt wurde. Die Türen des Dom-Südportals bleiben normalerweise verschlossen. Ein wunderschönes von Paul Nagel geschaffenes Gitter schützt sie, rückt sie jedoch auch unverdientermaßen aus der Aufmerksamkeit der Besucher.

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