Der Helenenturm


Sie stehen vor dem sogenannten Helenenturm, einem Halbturm (ca. 10 m hoch), gelegen am westlichen Ende der heutigen gleichnamigen Helenenstraße, Ecke St.-Apern-Straße. Der Wehrturm schließt in südwestlicher Richtung an den heute ebenfalls noch erhaltenen Römerturm an und war Teil der alten römischen Stadtmauer. Der Helenenturm war, wie der heute nicht mehr erhaltene anschließende Wehrturm an der St.-Apern-Straße, stark überbaut und verfallen, sodass beide Bauwerke erst in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts nach ihrer Freilegung wiederentdeckt wurden.

Ebenso wie der nicht weit entfernte Römerturm, war der Helenenturm ein Teil des Gebäudekomplexes des 1802 aufgelösten Klarissenklosters. Wie der Römerturm fand wohl auch der Helenenturm Verwendung als Toilette durch das Kloster, wie ein Schreinsbucheintrag aus dem Jahr 1386 vermuten lässt: „[…] domus in oppositio turris camere secrete sancte clare coloniensis […]“ Heute ist von dem Turm nur noch die westliche Hälfte zu sehen, wobei wohl nur noch das Fundament aus römischer Zeit stammt. Auf dem Bild ist der oben erwähnte Schreinsbucheintrag aus dem Jahr 1386 zu sehen. Das Schreinsbuch wurde im Schreinsbezirk St. Gereon geführt.

Quelle: Historisches Archiv der Stadt Köln HAStK, Best. 101 (Schreinsbücher) A 391 fol. 2r

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